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eawag: Seltene Erden belasten Zürcher Gewässer



Fazit: man vergiftet das Wasser, um die Nährstoffe zu reduzieren????




Eine Untersuchung im Kanton Zürich hat gezeigt, dass über die Kläranlagen einzelne Elemente der Seltenen Erden in Konzentrationen in die Gewässer gelangen können, die ein Risiko für Wasserorganismen darstellen: Gadolinium, das aus in Gesundheitsbetrieben eingesetzten Kontrastmitteln stammt, sowie Lanthan und Cer, die in einzelnen Kläranlagen zur Entfernung von Phosphor im Einsatz sind.


Elemente der Seltenen Erden (s. Kasten) sind omnipräsent in unserem Alltag, denn sie sind ein essenzieller Bestandteil zahlreicher moderner Technologien – etwa in Smartphones und LED-Leuchten, in Elektromotoren und medizinischen Kontrastmitteln. Neben den oft problematischen Bedingungen bei ihrer Gewinnung, geraten zunehmend ihr Eintrag in die Umwelt und die damit möglicherweise verbundenen negativen Effekte in den Fokus. Das Wasserforschungsinstitut Eawag hat daher zusammen mit dem Oekotoxzentrum im Auftrag des Kantons Zürich und der VSA-Plattform Verfahrenstechnik Mikroverunreinigungen in den letzten zwei Jahren eine Untersuchung im Kanton Zürich durchgeführt. Dabei wurden die Gehalte der Elemente der Seltenen Erden in den Abläufen von 60 Kläranlagen sowie an 41 Messstellen in Fliessgewässern gemessen und die Umweltrisiken bestimmt. Die Ergebnisse wurden soeben in der Zeitschrift Aqua & Gas veröffentlicht.

Da Seltene Erden auch in der Erdkruste vorkommen, wurden jeweils die zu erwartenden, natürlichen Hintergrundwerte mit den tatsächlich gemessenen Werten verglichen. Dabei fielen drei Elemente durch überhöhte Gehalte auf: Gadolinium wurde vor allem im gereinigten Abwasser, aber auch in den Fliessgewässern in stark erhöhten Konzentrationen gemessen. Lanthan und Cer wiesen im Ablauf einzelner Kläranlagen aussergewöhnlich hohe Werte auf.



Bericht "Seltene Erden belasten Zürcher Gewässer", bitte einfach untenstehendes Bild anklicken:


seltene Erden